Diablo 3 - Erfahrungsbericht

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HansDampf40
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Diablo 3 - Erfahrungsbericht

Post by HansDampf40 »

Hallo,
jetzt wo Diablo 3 schon ein paar Wochen auf dem Markt ist und ich es auch seit dem ersten Tag spiele, wollte ich mal meine Erfahrungen hier wiedergeben.

Wer die Vorgeschichte bei der Entwicklung kennt und das Spiel selber spielt, kann vielleicht nachvollziehen, dass das Ganze ein Auf und Ab der Begeisterung war/ist.

Angefangen hat es in der Ankündigung mit den Skills und den Attributen, die man nicht mehr selber vergeben kann. Gut, damit hatte ich nie so ein Problem gehabt, da ich fast immer das Gleiche geskillt hatte in D2. Aber bei vielen war das ja DER Schwachpunkt in der Ankündigung.

Deswegen hier erstmal was zu dem Skillsystem. Ich finde es recht gut gelungen, nun wo ich es eine weile gespielt habe. Nicht nur das man die Skills nach belieben wechseln kann, sondern das man es auch teilweise machen muss/sollte. Ich will noch nicht soweit gehen, das es ein Taktik-Spiel ist, aber so wie bei D2, wo man seine 1-2 Hauptskills hat reicht hier nicht aus.

Man hat bei D3 bis zu 6 Skills gleichzeitig aktiv… Aktive + bis zu 3 Passive… und von den, die ich drin habe, nutze und brauche ich min. 4-5 immer, was es durchaus Abwechslungsreich macht. Zumal andere Spieler vermutlich andere Skills nutzen. Von daher Daumen hoch. :-)

Dann gibt es ja hier und da zu hören, dass die Storie nicht so toll ist. Klar es ist kein Grisham oder King, aber für ein Spiel ist es Ok. Zumal, da ich sowohl D1, wie auch D2 sehr lange gespielt habe, es viele Elemente aus beiden Spielen gibt die man kennt, wodurch das ganze Spiel eine extrem hohen „Wiedererkennungswert“ für Diablo-Fans hat. :-)

Was mir auch gut gefällt ist das Spielgefühl, sprich, wenn man z.B. mit den Barbaren in der Gegen rumprügelt, hat man viel mehr „Feedback“ das man auch wirklich Gegner vor sich hat und trifft. Oder allgemein einfach die, na nennen wir es mal „Splatter“-Effekte, sind schon gut gemacht und sorgen dafür dass das Spiel Spaß macht. :-)

ABER, gut, ist klar, wer schreibt schon in ein Forum einen Beitrag, was alles Gut und Schön ist…

… gibt es ein paar Dinge die mich und soweit ich mitbekommen habe, auch viele andere sehr stört.

Fangen wir mit etwas kleinem an… die Heiltränke. Das man diese nur alle 30 Sekunden „einwerfen“ kann ist ein großes Problem. Was nutzt es, wenn man 50 davon hat, wenn ein Kampf, gerade auf Hölle oder Inferno, schon in 20 Sekunden entschieden sein kann? Das hat mich schon einige Male verzweifeln lassen. :evil:

Und dann die Begleiter. Gut, vielleicht hilft hier und da eine passive Fertigkeit von den, aber ansonsten sind sie reine Dekoration, da sie Aktiv so gut wie kein Schaden machen. Zum Vergleich, mein Barbar macht zur Zeit ca. 4000 Schaden, der Templer (der Nahkampf-Begleiter) macht ca. 400. Und wenn man bedenkt das die 4000 Schaden auf Hölle bereits zu wenig sind, kann man sich ausrechen, wie viel so ein Begleiter ausrichten kann. Dazu kommt noch, das man sie nicht mal als Blocker nutzen kann, da die meisten Gegner auf einen selbst losgehen und den Begleiter meist ignorieren. :evil:

Womit wir wohl zum größten „Problem“ kommen, dem Auktionshaus. Am Anfang dachte ich „Ach, mir doch egal, ich finde meine Sachen selber und nutze das AH garnicht“… nachdem ich aber doch mal reingeschaut habe, musste ich feststellen, das es dort Sachen gibt, für die man sonst vermutlich hunderte Stunden braucht um sie auf eigne Faust zu finden… Edelsteine. Die auch noch, bis zu einem gewissen Level, spottbillig sind.

„Gut, dachte ich mir, aber mehr wird da nicht gekauft.“

… dann kam aber das Problem mit den Begleitern.

„Ok, ich kaufe nur Zeugs für meine Begleiter, damit die wenigstens etwas reißen können“

… allerdings war ich da gerade mal auf Alptraum angekommen.

Hier ging es dann aber auch schon los. Ab hier ist es fast ein MUSS shoppen zu gehen. Denn hätte ich nur die Ausrüstung benutzt, die ich selber gefunden hab, hätte ich vermutlich gerade Mal die die Hälfte der Werte die ich jetzt habe. Und selbst die sind nicht Spitze.

Was dann natürlich den Spielspass trübt, weil man jetzt nicht mehr in der Gegend rum zieht um gutes Zeug zu finden, sondern nur noch zum Goldsammeln. Und das Sammeln, war ja einer der Punkte die D2 zum Spiel gemacht hat, was man auch nach Jahren noch spielen konnte und wollte.

Was uns zum Kräfteverhältnis, bzw. den Fertigkeiten der Gegner bringt. Ich bin bis jetzt auf Hölle angekommen, will gar nicht wissen wie das auf Inferno werden soll, und da gibt es das normale Fußvolk, durch die ich locker durch komme. Dann gibt es da aber auch noch die gelben Boßgegner und die blauen Champions, die teilweise so eine Kombination aus Fertigkeiten haben, die sie unbesiegbar machen. An einer Stelle musste ich das Spiel viermal neu starten, weil ich immer wieder solche Gegner bekommen habe… leider bei einer Höhle, die man nicht auslassen konnte… bis ich es geschafft habe. Und das nervt… dazu kommt noch ein Punkt der mich zu Weißglut treibt. Wenn du einmal stirbst, wirst du fast sofort am letzten Speicherpunkt wiederbelebt... stirbst du zweimal… musst du 3 Sekunden warten… beim dritten Mal 6 Sekunden…usw. Sprich, wenn du eh schon gefrustet bist, weil du an so einem Gegner paar Mal stirbst und du dann siehst „In 20 Sekunden wiederbelebt“… kribbelt es in den Händen die Tastatur gegen die Wand zu hauen.

Wollte das Spiel schon fast in die Tonne treten. Habe es aber nun so gemacht, bin erstmal wieder zurück nach Alptraum. Bringt zwar nicht viel Erfahrung, aber dafür wieder Spielspass beim durch die Gegner kloppen. :D

Fazit: Tja,das ist schwierig. Ja, es macht definitiv Spaß. Ja, es ist definitiv Diablo-Stimmung. Aber wenn Blizzard nicht hier und da noch was ändert, werde ich das Spiel sicher keine 10 Jahre spielen, so wie D2.

So, musst das einfach mal loswerden. :-)

Gruß

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Re: Diablo 3 - Erfahrungsbericht

Post by Beltane »

Also, ich hab mich gefreut drauf, seit es angekündigt wurde, und ich hab gehofft auf Diablo 3 seit ich Diablo 2 durch hatte.
Die Story ist absolut Diablo würdig und mMn sehr gut (obwohl die Geschichte vom 2er besser erzählt wurde).

Aber, dass was Diablo eigentlich ausmacht, was seit Diablo rauskam der Kern der Serie ist, dieses "nur noch das nächste Monster killen, nur noch das nächste Stockwerk clearen" etc, genau das fehlt mir bei Diablo 3.

Teil 1 durch und gleich wieder von vorne angefangen, gleich mehrmals, weil man ja alle Chars spielen will. :D

Teil 2 durch (mit Necromant), und gleich mit Barbaren wieder von vorn, dann Mage usw. Als LoD rauskam wieder in der Reihenfolge weitergezockt, und dann das ganze nochmal mit dem Druiden. :D

Teil 3 durch (Demonenjäger), und seither nicht wieder gestartet. :cry:

Da hatte ich mit Torchlight deutlich mehr Spaß, und das für nen Bruchteil der Kosten. Mal schaun ob Torchlight 2 das wiederholen kann.

Diablo 3 ist wirklich ein tolles Spiel, auch für Leute die 1+2 nie gespielt haben (oder vielleicht gerade für die), aber wenn ihr im Moment noch überlegt, ob ihr es kaufen wollt, wartet lieber, bis es unter 40€ fällt oder Blizzard mit Addon/DLCs kräftig nachbessert und hoffentlich wieder näher an das alte Skillsystem geht.

Torchlight 2 könnt ihr bald für knapp 20€ kaufen (oder jetzt schon vorbestellen) braucht keine dauernde Verbindung zu überlasteten Servern, und ihr könnt es ganz unkompliziert mit Freunden im Lan spielen (falls das noch wer macht). Also falls die Torchlight nicht komplett versemmeln, ist es nach wie vor mein Geheimtipp dieses Jahr und wird wahrscheinlich sogar besser als Diablo 3 sein.
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Re: Diablo 3 - Erfahrungsbericht

Post by HansDampf40 »

Also mit dem Barbaren kannst du ruhig noch eine Runde wagen... weil alleine das "Gemetzel" macht mit dem Spass :-D

Und gespielt habe ich bis auf den Hexendoktor alle anderen.

Barbar... macht einfach das draufhauen Spass, Hack and Slay vom feinsten.

Dämonenjägerin... stört nur etwas die Optik, wenn man ein Bogen/Armbrust in der Hand hat und Chakrams wirft, aber sonst Ok

Mönch... bin ich noch im Zwiespalt, überzeugt noch nicht 100%

Zauberin... wenn der ihre Skills nicht mehr nach Science Fiction aussehen würden (Plasma- und Laserstrahlen oder Raketenwerfer), wäre sie sicher interessanter

Gruß

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Re: Diablo 3 - Erfahrungsbericht

Post by Beltane »

Das Problem ist, das mich diese "Sucht" wie bei Diablo und Diablo 2 + LoD nicht packt.
Angespielt hab ich alle (bis Level 8 Minimum) als ich in Akt 3 ne kleine Flaute hatte.
Aber bei Diablo 2 hab ich mir den Abspann angesehn und den nächsten char hochgezockt, und als ich alle durch hatte hab ich mit Freunden im Battle Net meinen 2. Necromanten hochgezogen. Naja, mal schaun was noch kommt, Diablo 2 wurd grad langweilig als LoD kam und ich kann mir nicht vorstellen, dass da keine DLCs oder ein Addon kommen, weils doch ein paar offene Fragen gibt, die ich hier nicht unbedingt Spoilern will.
Vielleicht findet Diablo 3 ja mit Addon wieder zu alter Größe. :)
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